Do IT yourself! - IP-Kamera

Inhaltsverzeichnis

Projektidee

Material

Do IT yourself!

Fazit

Projektidee: IP-Kamera

Die Idee zu einer IP-Kamera ist im Grunde eine logische Konsequenz des Projekts "ArduBook": Dort wurde das Anschlusskabel der eingebauten Webcam mit der Hälfte eines USB-Kabels verlötet, wodurch sowohl die interne Webcam des Netbooks als auch der Rest des USB-Kabels (mit USB-A-Stecker) übrigblieben:

Beides sollte in diesem Projekt als vollwertige USB-Webcam zusammengelötet und im Zusammenspiel mit einem Raspberry Pi als IP-Kamera genutzt werden, auf die über einen Webbrowser zugegriffen werden kann.

Nach oben

Material

Nach oben

Do IT yourself!

Zunächst mussten die Kabelenden freigelegt und die korrekte Pinbelegung für die Verbindung zwischen Webcam und USB-Kabel ermittelt werden, was jedoch relativ einfach war, da die Platine, auf der die Webcam verbaut ist, eine eindeutige Beschriftung aufwies:

Anschließend wurden die jeweils zueinander passenden Kabel (GND, 5V, Data+, Data-) auf einer Lochstreifenplatine, deren Größe passend zurechtgeschnitten wurde, miteinander verlötet und die auf diese Weise entstandene USB-Webcam erfolgreich auf grundsätzliche Funktionsfähigkeit getestet, wozu sie an einen PC angeschlossen wurde. Danach wurden die Platine sowie die Kabelenden mit Isolierband umwickelt:

Die Einrichtung als IP-Kamera wurde anschließend direkt mit dem Raspberry Pi (hier: Modell 3B+) mit Raspbian als Betriebssystem vorgenommen, wozu das Tool Motion verwendet wurde. Zu dessen Installation, Test und Kamera-Konfiguration (inkl. Daemon-Autostart) gibt es ein sehr gut verständliches Tutorial, welches alle Einrichtungsschritte detailliert erläutert.

Über die IP-Adresse der Raspberry Pis (Port: 8081) konnte nach erfolgreicher Konfiguration von einem beliebigen PC, Tablet oder Smartphone aus auf den "Livestream" der IP-Kamera zugegriffen werden, wozu lediglich ein moderner Webbrowser benötigt wird.

Der "Live-Stream" ruckelt ziemlich stark, da die Kamera keine höhere Framerate als 10fps (Frames pro Sekunde) unterstützt. Eine USB-Webcam mit höherer Framerate würde hier zu einer flüssigeren Videoübertragung führen.

Nach oben

Fazit

Die Wiederverwertung einer ursprünglich internen Netbook-Webcam als externe IP-Kamera mit USB-Anschlusskabel zeigt, dass es möglich ist, mit äußerst geringem Aufwand und kreativen Ideen elektronische Bauteile, die normalerweise zum Elektroschrott gegeben werden, sinnvoll weiterzunutzen (Stichwort: "Upcycling").

Nach oben